Pummerin | 30. 12. 2012

„Sie bauen noch immer Symbole aus Stein
in den längst entgötterten Himmel hinein,
tuen Glocken in die Gestühle.
Die dröhnen mit ihrem bronzenen Mund
eine Botschaft, die keinem Menschen mehr kund,
und fremd für unsere Gefühle.
Das macht, dass in den Glöcknern der Herr Jesus Christ
gestorben – aber nie wieder erstanden ist.“

 

Anton Wildgans beklagt in diesem Gedicht
die Diskrepanz zwischen der Botschaft der Glocken in den Glockenstühlen oben
und der Landschaften in den Herzen der Menschen unten…
Das mag vielen übertrieben scheinen, aus der Luft gegriffen ist es nicht.
Wenn zum Jahreswechsel ein ganzes Land auf den Klang der größten Glocke im Land wartet,
wenn die Pummerin feierlich ein altes Jahr verabschiedet und ein neues einläutet,
dann wünsche ich uns allen, dass der Klang unserer Glocken nicht nur unsere schönen und traurigen Feste begleitet,
sondern uns immer auch daran erinnert, dass „der Herr Jesus Christ“ gestorben und auferstanden ist,
dass er Feuer auf die Erde bringen und dieses Feuer brennen sehen wollte.
So wünsche ich uns allen am Ende eines alten und zur Schwelle eines neuen Jahres
dass dieses Feuer der Begeisterung, der Zuversicht, des Mutes und des Trostes in unseren Herzen nie erlöscht.

 

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