Welt ohne Angst

von Arnold Mettnitzer | 08.01.2023| KLEINE ZEITUNG 


 

„Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht; und den glimmenden Docht löscht er nicht aus.“

Jes 42, 1. 3

 

 

Wer das Christentum ernst nimmt, weiß sich dazu verpflichtet, an einer Welt ohne Angst mitzubauen, an einer Welt ohne Angst vor Hunger, Folter und Krieg. Schon der Prophet Jesaja träumt vom „Knecht Gottes“, der das geknickte Rohr nicht zerbricht und den glimmenden Docht nicht auslöscht. Das Zweite Testament überträgt diesen Traum auf den Wanderprediger aus Nazareth und sieht in seinem Glauben, seiner Hoffnung und seiner Liebe die stärksten Trümpfe gegen die Angst. Im Grunde sind diese drei Tugenden, die wir zurecht „die göttlichen“ nennen, nicht nur den Christenmenschen ins Herz geschrieben, sondern jedem Menschen zuzumuten. Auch wenn es Christinnen und Christen bisher noch nicht gelungen ist, die Angst aus der Welt zu vertreiben, ohne sie wäre die Welt kälter und um vieles ärmer. 

 

Arnold Mettnitzer

 

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