Wunder

Wunder verwundern,

sie fügen uns "Wunden" zu, 
ein Berührt-werden "von innen her",
bewirken staunende Augen und einen offenen Mund.
"Nicht das Vielwissen sättigt die Seele, 
sondern das Verkosten der Dinge von innen her" (Ignatius) 
Wo Wunder geschehen, wird die Seele genährt.. 
Nach außen bewirken sie leuchtende Augen, 
ein Staunen – ein DA-Sein, bei dem ich ganz WEG bin...

 

Wer staunt, steht am wenigsten in der Gefahr, sich mit Gott zu verwechseln, 
er spielt sich nicht auf als der Große Macher, 
er möchte nur wissen, wie "es" gemacht ist, 
gibt gleichzeitig zu, dass er es nicht gemacht hat 
und es sich zunächst auch nicht erklären kann – wie z.B. Anton Bruckner, 
der von einer Komposition einmal sagte:
"Sehr schön, aber leider nicht von mir!"

 

Wernfried Hübschmann:
Ich lasse mich gern 
aus der Fassung bringen:
Immer gerate ich dann 
in eine andere

 

Wunder erscheinen so betrachtet als Öffnung in der Welt, 
aus der alles hervorkommt.... 
Die Kunst, die Wissenschaft, die Religion...
Wunder zeigen täglich neu, 
dass die Welt voller Geheimnisse steckt, 
die ergründet werden wollen
und zur Gänze wohl nie ergründet werden können. 
Das große eigentliche Wunder dieser Welt ist wohl das Leben selbst:
die Faszination, dass es das Leben gibt.
Der lebenslange Versuch des Menschen, immer mehr von dieser Faszination zu begreifen,
führt am Ende eines langen Menschen-Lebens zur Einsicht,
dass alles Bemühen um Einsicht und Erkenntnis 
Stückwerk bleibt und nie ein geschlossenes Ganzes ergibt…

 

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